So optimiert man einen Lebenslauf
Der Lebenslauf ist das wichtigste Dokument der Bewerbungsunterlagen. Es spricht für oder gegen Sie. Vieles, was in herkömmlichen Bewerbungsratgebern steht oder früher in den Schulen gelehrt wurde, ist heute leider völlig unbrauchbar und veraltet. Hier folgen die aktuellen Tipps für die Optimierung Ihres Lebenslaufs.
Smile! Das Bewerbungsfoto
Der Lebenslauf muss kein Foto enthalten. Vielleicht haben Sie eine Mappe mit einer Deckseite, auf dem das Foto besser zur Geltung kommt. Wenn Sie ein Foto im Lebenslauf platzieren, sollte sich das Foto in der oberen Hälfte der Seite 1 des Lebenslaufs befinden.
Machen Sie beim Foto keine Kompromisse. Es sollte professionell wie aktuell sein und einen sympathischen Eindruck von Ihnen vermitteln. Bewerben Sie sich in einem kreativen Berufsfeld, darf der Stil des Fotos ruhig ein wenig künstlerischer sein. Passbildautomaten sind tabu, investieren Sie lieber in einen Profi seines Fachs.
Auf den Inhalt kommt es an
Den universell einsetzbaren Lebenslauf gibt es nicht. Der Inhalt eines Lebenslaufs sollte immer jeweils auf die ausgeschriebene Stelle abgestimmt sein. Die Anforderungsmerkmale der angestrebten Tätigkeit geben dabei den Ausschlag für die Anpassung des Inhalts. Die wichtigsten Informationen und Argumente, die für Sie sprechen, sollten deshalb besonders klar heraus gestellt werden.
Die Gliederung: Das Wichtigste zuerst
Im Kopf eines Lebenslaufes sollten immer die persönlichen Daten stehen: Name und Adresse, Geburtsort und Familienstand, Telefonnummern und E-Mail Adresse. Sie können auch ein individuelles Deckblatt mit den persönlichen Daten und Ihrem Foto erstellen. Das Deckblatt empfiehlt sich vor allem bei umfangreicheren oder aufwendig gestalteten Lebensläufen.
Nach den persönlichen Daten folgt im zweiten Abschnitt der berufliche Werdegang mit allen erworbenen Qualifikationen. Die gegenchronologische Anordnung der Biografie ist mittlerweile Usus, dass heißt, das Aktuelle steht ganz oben. Da die zuletzt ausgeübten Tätigkeiten mehr über Ihre Qualifikation aussagen, als die Schulbildung, wird auch der Personalverantwortliche mit wenig Zeit das Wichtigste im Inhalt Ihres Lebenslaufes auf einen Blick erfassen können.
Idealerweise stellen Sie ein Kurzprofil an den Anfang Ihres Werdegangs, in dem stichwortartig Ihre wichtigsten Qualifikationen aufgezählt sind. Das sollte aber möglichst nicht mehr als 5 Kriterien umfassen.
Stimmen Sie diesen Abschnitt auf die Anforderungen des Stellenprofils ab. Je genauer Ihr Qualifikationsprofil mit den Jobanforderungen übereinstimmt, desto größer wird Ihre Chance zum Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden. Überarbeiten Sie diesen Teil des Lebenslaufs für jede Bewerbung neu, es lohnt sich!
Der dritte Abschnitt des Lebenslaufs widmet sich der Ausbildungs- und Praktikazeiten, optional untergliedert in Studium, Praktika und Schulbildung. Sie beginnen wie beim beruflichen Werdegang jeweils mit der letzten Station Ihrer Ausbildung.
Am Schluss des Lebenslaufes können Sie noch Auslandsaufenthalte, Fremdsprachenkenntnisse, Fortbildungen, ehrenamtliche Tätigkeiten, besondere Qualifikationen und Hobbys herausstellen. Aktuelle Hobbys sollten Sie allerdings nur erwähnen, wenn Sie adäquat zum Anforderungsprofil des Jobs ergänzende Kompetenzen darstellen oder unterstützen. Das gleiche gilt für die Erwähnung einer Fahrerlaubnis. Die Angabe des Führerscheins ist nur erheblich, wenn sie für die ausgelobte Position relevant ist.
Zu guter Letzt setzen Sie Ihre Unterschrift ans Ende des Dokuments. Am besten per Hand und mit Ort und Datum versehen. In einer Online-Bewerbung ist natürlich auch eine eingescannte Unterschrift akzeptabel.
Offensichtliche Brüche im Werdegang
Es ist heute keine Seltenheit mehr, Brüche und Lücken in der Biografie zu haben. Besonders Lücken mit einer Dauer von mehr als drei Monaten sollten aber professionell dargestellt sein. Flechten Sie Sabbaticals, Elternzeiten, Arbeitslosigkeit und Jobsuche mit den zeitlich genauen Daten in Ihren Werdegang ein. Bereiten Sie sich unbedingt auf Nachfragen zu diesen Brüchen und Lücken im eventuellen Bewerbungsgespräch vor! Mit einer plausiblen Erklärung sind solche Zeiten durchaus kein Nachteil in Ihrem Lebenslauf.
Schrift und Layout
Die klare Übersichtlichkeit und eine gute Lesbarkeit sind entscheidende Faktoren für eine gelungene Gestaltung des Lebenslaufs. Wenn Sie nicht gerade ausgebildeter Grafiker oder Typograf sind, sollten Sie auf ausgefallene Schriften verzichten. Suchen Sie sich eine leicht lesbare Standardschrift aus, die Sie in wenigen Schriftgrößen einsetzen. Wichtige Überschriften oder Oberbegriffe können Sie fett hervorheben, damit erhöhen Sie die Lesbarkeit des Dokuments.
Eine klare Gliederung erreichen Sie durch angemessene Abstände zwischen den einzelnen Abschnitten und zum Seitenrand. Bevor Sie eine Seite mit Texten "voll stopfen", sollten Sie lieber den Lebenslauf um eine Seite erweitern. Von mehr als 3 Seiten Umfang ist aber abzuraten.
Weitere Tipps in Kurzform
- Überprüfen Sie die Rechtschreibung und Zeichensetzung
- Wählen Sie nur weißes oder dezent getöntes Papier
- Verwenden Sie nur die beste Qualität beim Computerausdruck
- Denken Sie immer an den Gesamteindruck Ihrer Unterlagen
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